Lyrik, Prosa

Krauss/ Angst vorm Fliegen

Habe ich nicht, nein im Gegenteil, ich liebe es zu Fliegen. Besonders wenn die Maschine ganz klein ist und der Wind stark ist. Da spüre ich Kraft in der Natur. Ich habe übrigens null Angst davor, abzustürzen, denn ich habe auch keine Angst vor dem Sterben. Vielleicht erklärt dies ein wenig mein Seien. Ich kann Dinge wagen, denn ich bin frei. Dich kannst nur du selbst befreien. Es ist dein Kopf, dein Körper, deine Seele die verzweifelt sind. Und einsamer gemeinsam als alleine. Verantwortung haben wir als Mensch. Nur eine einzige, die für uns selbst. Verantwortung für andere haben wir sehr begrenzt für unsere eigenen Kinder. Und für niemanden sonst. Ich schreibe das weil ich dies studiert habe, denn erleben bedeutet studieren. Sting hat mal ein Lied geschrieben über Soulcages, Seelenkäfige. Das sind so Dinger, eng verstörend und immer unwahr. Wir Menschen schleppen sie dennoch mit uns, warum nur? Unsere Lebenszeit ist sehr begrenzt, sie endet mit unserem Tod. In der Zeit bis zu diesem Moment, sollten wir lachen und Glück empfinden, über jeden neuen Tag des Erlebens. Wir entscheiden dies für uns selber, ganz alleine. Ganz alleine mag ich dich niemals von mir lassen, nein wenn du dies zulässt begleite ich dich, durch dein Erleben. Gemeinsam ist Leben noch schöner als alleine, denn dann teilen wir uns. Und Teilen bedeutet vervielfachen, von Gedanken, Gefühlen, Lebendigkeit, Lust. Das Vermindern von Traurigkeit, Isolation, Einsamkeit, Selbstkritik.

Wir alle sind wunderschöne Wesen, denn wir sind Menschen, könnten fühlen, liessen wir dies zu.

Es ist der Schüssel zum Leben.

Ich reiche dir diesen Schlüssel.

Drehen musst du ihn selbst.

Ich liebe dich.

Standard