Lyrik, Prosa

Über die Eifersucht das dümmste und ärmste Gefühl in der menschlichen Psyche.

Ein Aufsatz:

Ja auch der Autor dieser Zeilen war mal Eifersüchtig. Ich war damals, als ich diesen Müll erlebte 19 Jahre alt. Es war meine erste Beziehung, in der ich zog und zog. Mit von der Natur gegeben fatalen Folgen.

Hella war damals etwas älter als ich und sportlich sehr aktiv, sie kannte viele Menschen, hatte viele Freunde, genoß ihr Leben. Ich war noch ziemlich grün hinter meinen Ohren und staunte manches mal, über ihre Freiheit. Ich genoß diese Begegnung sehr, allerdings kam mir ein Gefühl in mir immer wieder in die Quere. Eifersucht, es war so schlimm wenn Hella jemanden aus ihrem männlichen Freundeskreis zur Begrüssung umarmte, das es mir weh tat. Ein schreckliches Gefühl der Verlustangst und der dann nachfolgenden Leere in mir.

Wir können dies auch deutlich mit Armut an mir Selbst in mir bezeichnen. Denn ich war noch so weit weg von mir selbst, das ich mir eigentlich selbst ein Fremder war. Naja und finde dich mal selber wieder, wenn du dich kaum kennst. Da geht man sich schnell verloren.

Eifersucht ist mangelhafte Selbstliebe und ein schlimmes, nicht ausreichend vorhandenes Selbstvertrauen, in dem Menschen, den es betrifft. Ohne uns selbst vollkommen und ganz zu lieben, können wir aber andere Menschen niemals vollkommen und ganz lieben. Dies bedeutet armselige Beziehungen führen zu müssen. Die ziehen und Schmerzen verursachen, bei beiden betreffenden Menschen. Wer mag das schon als Erwachsener und gereifter Mensch erleben oder gar ertragen?

Mein Weg mit meiner Eifersucht sah so aus:

Diese erste Beziehung damals ging nach 4 Monaten in die Brüche, denn ich war damals als Partner unerträglich. Es folgte eine Zeit des Nachdenkens in mir, ich überlegte wie sich diese Gefühle anfühlten und ob ich sie noch einmal spüren will. Meine Antwort war nein. Ich überlegte mir etwas, das mich bis heute durch mein Leben begleitet. Es sieht so aus, wenn mich eine Partnerin jemals ,, betrügen“ würde, täte ich das spüren denn ich bin hochsensitiv, dann würde ich in Richtung Tür zeigen und 21 sagen. Ausserdem wenn sie das täte, könnte ich das eh nicht verhindern, also lasse ich jeden Gedanken in Richtung Eifersucht los. Ich gebe meine Partnerin frei, so wie Sting dies in ,,If you love somebody, set them free“ so schön beschreibt. Denn nur wer freiwillig zu mir hin will, liebt mich wirklich. Das alles verursacht ein ruhiges gelassenes Gefühl in mir.

Heute bin ich lange nicht mehr arm in mir, habe mich sehen gelernt, angenommen und liebe mich selbst zutiefst mit Haut und Haar und allen meinen Schrammen.

Und nun noch ein kleines Statement an alle eifersüchtigen Partner von Freundinnen die mir begegnet sind oder auch noch begegnen werden. Wenn jemand von euch Männern Angst hat, das eure Partnerin mit mir Dummheiten machen könnte. Dann habt ihr schon etwas grundlegendes falsch gemacht. Schaut in den Spiegel und fragt euch ob ihr euch selber liebt. Wenn eure Antwort mit Nein ausfällt, dann liebt euch eure Partnerin schon lange nicht mehr. Ich bin dann nur sowas wie ein Licht am Horizont das eure Partnerinnen in mir erkennen. Nehmt besser meine Worte auf, lernt von ihnen denn Eifersucht ist psychische Armut, und das mag kein Mensch lieben.

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