Lyrik, Prosa

Wie Mann mit Menschen umgeht.

Ein kleiner Aufsatz von Dirk -Rüdiger Viereck, Freier Autor, Oldenburg

Der Grundgedanke ist folgender: Das was ich einem anderen Menschen antue, tue ich mir, wenn ich es tue, in doppelter Form selber an.

Beispiel: Wenn ich einen anderen Menschen Ohrfeige, dann schlage ich dem anderen einmal ins Gesicht, mir selbst schlage ich weil ich als Mensch dies tat, doppelt so heftig selber ins eigene Gesicht.

Und es gibt als Mensch Steigerungsformeln. Zum Beispiel: Wenn ich einem von mir einst, oder noch geliebten Menschen absichtlich wehtue, vervierfacht sich der Schmerz der auf mich selber zurück fällt.

Einen Menschen zu lieben bedeutet absolute Bedingungslosigkeit im eigenen Fühlen.

Denn Lieben unter Bedingungen für den anderen, bedeutet Unfreiheit, und lieben braucht bedingungslose Freiheit.

Ohne das erleben von frei sein, trotz Verbundenheit erstirbt jede Liebe.

Wenn nun ein von mir geliebter Mensch, seine inneren Ketten sprengt, sich selbst befreit aus der Angst, ins Leben eintaucht… macht mich dies als Liebender glücklicher oder unglücklicher?

Wir wollen nur Glück im anderen verursachen, wenn wir lieben.

Auch das festklammern an glücklichen Momenten ist nur Irrtum. Glück bedingt frei sein. Festhalten und klammern ist das Gegenteil von frei.

Wenn ihr also mit Menschen nicht Umgehen wollt, geht mit ihnen durchs Leben.

Das ist Lieben.

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