Lyrik, Prosa

Küche in der Möckernstrasse

lass uns noch bei mir weiter reden

ich zog meine Schuhe aus im Flur

setze mich an den Tisch in der Küche

du holtest den Wein und die Gläser

deine Füsse waren kalt

ich wärmte sie

Küche in der Meyerstrasse

Küche in der Kornstrase

Küche in der Wachmannstrasse

jede meiner Zeilen ist Dichtung

nichts davon war oder ist jemals wahr

wenn, dann trägt jedes Gedicht den Titel:

Lebenszeichen.

… wir redeten,

ich wärmte deine Beine.

( Und nur für für den Fall, das es einen Menschen geben sollte der oder die, wegen meinen Texten, oder auch nur Spaziergängen, Besuchen, in Garten sitzen, seine Ehe mit gemeinsamen Kind, aufgegeben oder ins Scheidungsverfahren überführt hat. )

Sage ich herzlichen Glückwunsch.

Endlich bist du da wo du immer sein wolltest.

ALLEINE

Das ist eine Leistung.

…. ich hatte heute ein langes Gespräch mit meinem Auftraggeber. Er erzählte mir von deinen Wegen, auch den folgenden. Der Alkoholsucht, dem Verlust deiner Stellung, deiner Reputation, dann die Trennung der neuen Partnerin. Und dem Verlust, der dann folgte. ( Heute weisst du bereits das meine Zeilen weit mehr als Blödsinn sind. Ich beschreibe deine Zukunft, die keine ist. Und sage schon mal tschüß. Arm in seliges Arschloch.)

Bekam grad ne Rüge für diese Zeilen,

bin eh unkündbar…

Cassiel

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