Lyrik, Prosa

Nähe und Ferne,

Ich habe mich manches Mal tief eingelassen auf ein menschliches Wesen der weiblichen Art. Bevor es dann knallte lagen Wochen und Monate des behutsamen kennenlernen und gegenseitig beschnuppern, zwischen ihr und mir. Doch trotz meiner Hochsensitivität habe ich manches nicht erkannt. Oder viel zu spät gesehen. Ein Freund schrieb mir vor kurzem das ich dieses Thema wohl viel genauer nehme als so einige meiner Altersgenossinnen. Das Thema ist frei sein, zum erneut verlieben. Dafür bedarf es Entscheidungen. Sich zu trennen, loszulassen, durch die 4 Höllen zu gehen, und irgendwann einmal wieder zu fühlen, jetzt bin ich frei, um mich erneut zu verlieben.

Ich selber habe für mich gelernt, niemandem mit Absicht weh zu tun, aus welchen Gründen auch immer. Mich fragte mal, eine Frau, heute ist sie eine Freundin: Dirk darf ich dich mal küssen? Ich Mann, Single lange keinen Sex, antwortete : Nein, mein Gefühl ist noch nicht so weit. Denn ich wusste, in kurzer Zeit hätte ich Dinge sagen müssen die sie verletzt hätten. Ja ich denke über mein Handeln nach.

Das dies aus dem Rahmen fällt, mag sein. Ich bin so einzigartig geworden wie ich heute bin. Daraus resultiert auch Ferne. Ferne mehr als Nähe. Dichter und Gedanken?

Wir alle können uns von der einen in die nächste Beziehung stürtzen, oder wie manche Menschen dies tun, in Beziehungen verharren, und sich die Lebenslust bei jemandem anderen zu suchen.

Mit jedem Kuß den wir jemandem geben den wir nicht wahrlich und ganz lieben,

schlagen wir uns selbst, schmerzhaft ins eigene Gesicht.

Schlagt euch wenn ihr dies mögt, von mir aus selber ewig. Nur bitte schlagt niemanden Anderen. Denn jeder Kuß trifft zwei Seelen.

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