Lyrik, Prosa

2015 Denkst du deine Farben?

Ja deine Farben

bewegten mich

deine Mimik

auf dem Video

haute mich um.

Da ist so viel passiert

um den See

vor dem See

um uns.

Dann auf dem Weg zum See

am See

mit uns

ich war nur Teil

halt haber

wäre gerne geblieben

zum wollen braucht es zwei

hab dich bedingungslos gewollt

bin halt zu viel

oder zu wenig

oder was auch immer

halt nie die Mitte.

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Lyrik, Prosa

Bin 53 und liebe eine Frau

das ist alles andere als einfach

ich bin über und unterfordert

habe soetwas nicht geglaubt

hatte geglaubt lieben wird mit den Jahren klarer

das stimmt auch, denn mein Lieben ist klarer.

Aber alles drumherum ist komplexer geworden.

Da gibt es heute so viel mehr

Teilhabende

Ich empfinde lieben als grösste Aufgabe für mich als Mensch.

Bin bestimmt manchmal überfordert,

Unterfortert sein langweilt mich.

Hab keine Lust

dir zu versprechen

das ich in 30 Jahren noch da bin.

Also mache ich mir die Mühe

dich zu erfragen.

Und nur wenn du Lust hast,

dann erfrag auch mich.

Sind nicht verheiratet

könnten beide morgen gehen

ich glaub das gefällt mir

denn ich mag es zu spüren

ob ich dich liebe.

Das bedeutet für dich

umgekehrt das selbe

wenn du mich morgen

nicht mehr liebst

ist es meine Welt

die anders geworden ist.

Was ich gerne würde

oder wen ich gerne hätte

ist so dermassen sinnlos

als das es sich nicht lohnt

dies zu formulieren.

Ich bin ein Mann,

du bist eine Frau

ich liebe dich

und ja ich brauche dich

schon ein innerer Ausschluss

doch mir klar und wahr

Ich würde gerne mit dir zusammen leben

kochen, manchmal lachen,

tanzen, verrückte Dinge wagen,

küssen und liebend,

älter werden.

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Lyrik, Prosa

Wohnen an einer Schnellstrasse

drumherum nur 30 KmH

hier scheppert es

und rattert es

der Asphalt hat Löcher

Kanaldeckel sind zu tief

der Lärm eine Belastung.

Eigentlich eine 50 Strasse

nur eigentlich.

Wirklich ist 75

demnächst wirds schlimmer

nur bin ich dann weg.

Umbenennugsvorschlag:

Statt Am Alexanderhaus.

In der Einflugsschneise.

So wars früher.

Tempo Hundert und 4 Spurig.

6 Autos pro Minute

Mich ziehts hier weg

wohin weiss ich nicht

vielleicht ins 30 Viertel nebenan.

Zwar zieht es mich zu dir

doch bleibt der Gedanke

irreal.

Unter einem Dach hausen wir wohl nie.

Zu verschieden unsere Wirklichkeiten.

Alles hat seine Zeit im Leben.

Unsere hat vor kurzem angefangen.

Ich will und kann die Wirklichkeit nicht ändern.

Mag gerne mit dir unter einem Dach hausen.

Manchmal bin ich ein wenig verloren.

Meistens liest eh niemand meine Zeilen.

Wollte gerade fragen

ob du Lust hättest mit mir zu leben.

Ich frag dich in 10 Jahren mal.

Oder auch nie.

Freiheit ist unteilbar.

Heisst es in einem Gedicht.

Ist Freiheit eigentlich auch unnahbar?

Und ist Nähe auch in Freiheit möglich?

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Lyrik, Prosa

Ich wage grade was

das nennt sich

weiter gehen als alleine

es erfordert Mut

und vier Hände

die sich halten

ich alleine komme dort nie hin

bin halt nur bedingt befähigt

solange bis ich

zweisein wage

selbst dann

brauche ich dich

und deinen Mut

zum unbedingt werden

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Lyrik, Prosa

Der Wind weht am Stau

doch ist uns nicht kalt

in unserer Umarmung

so könnten wir dort

überwintern

umarmen und lieben

könnte -auf -lösen

bedeuten

ich löse mich von Erfahrungen

in deinen Umarmungen

gehe auf Räume zu

und öffne sie.

Du löst Dinge

in mir,

machst Wege auf,

weil du bist.

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Lyrik, Prosa

Verschlungen um dich

bin ich so oft

körperlich um dich zu wärmen

geistig denn du bist immer in mir

unsere Seelen sind schon länger eins

so bin ich verschlungen mit dir

und ganz oft

sind wir eins

nur liebe ich dich

zu sehr

darum zwei Liebende

aus denen eins wird

weil lieben

grösser macht als eins

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